Bezahlte Werbung: der Hebel, kein Feind.
Werbung ist nicht das Problem — schlecht gemachte Werbung ist es. Richtig eingesetzt drehst du den Hahn auf, wenn du mehr Aufträge willst.
Der Wasserhahn für Anfragen.
SEO und Empfehlung sind dein Brunnen — sie sprudeln langsam, aber gratis. Ads sind der Wasserhahn: Du drehst auf und es kommt sofort etwas, aber jeder Tropfen kostet. Beides hat seinen Platz.
Google oder Meta — wann was?
Die zwei großen Kanäle bedienen zwei verschiedene Kunden. Google-Ads erwischen Leute, die JETZT aktiv suchen (Heizung Notdienst, Elektriker in der Nähe) — heißer Bedarf, hohe Abschlusschance, aber begrenzte Menge. Meta-Ads (Facebook/Instagram) wecken Bedarf bei Leuten, die noch nicht suchen — ideal für größere, erklärungsbedürftige Leistungen wie Wärmepumpe oder Bad.
Aktive Suche
„Notdienst jetzt", „Elektriker [Ort]". Teurer pro Klick, aber kaufbereit.
Geweckter Bedarf
Wärmepumpe, Bad, PV. Günstiger, braucht aber gute Story + Landingpage.
Lokale Dienstleistungen: pro Anfrage statt pro Klick
Neben den normalen Google-Anzeigen gibt es ein eigenes Format, das fürs Handwerk besonders spannend ist: Google Lokale Dienstleistungen (Local Services Ads). Der Unterschied: Du zahlst nicht pro Klick, sondern nur für echte Anfragen — wer nur drauftippt und wieder geht, kostet dich nichts.
Dazu kommt ein Vertrauens-Abzeichen: „Von Google verifiziert“. Es zeigt, dass dein Betrieb Googles Prüfverfahren durchlaufen hat — dazu gehören Gewerbeanmeldung, Versicherungs- und Lizenznachweise sowie eine Hintergrundprüfung (Identität und Vorstrafen) von Inhaber und Außendienst. Für Kunden ein starkes Signal: hier hat jemand seine Papiere beisammen.
Die wichtigste Regel zuerst
Schalte keine Ads, bevor der Prozess steht. Wenn Anfragen langsam beantwortet werden oder im Posteingang liegen, verbrennst du bezahlte Leads schneller, als sie reinkommen. Erst Speed und Nachfassen dicht machen (Modul 02–04), dann den Hahn aufdrehen.
So startest du, ohne Geld zu verbrennen
Eine Leistung, eine Botschaft
Nicht alles gleichzeitig bewerben – eine klare Aussage.
Klein testen
Kleines Tagesbudget, 2 Wochen mehrere Varianten, dann Gewinner behalten.
Kosten pro Anfrage messen
Und gegen den Deckungsbeitrag eines Auftrags rechnen – Break-Even kennen.
Erst dann skalieren
In ~20-%-Schritten, solange die Kosten pro Anfrage stabil bleiben.
Fünf Beispiele: welche Anzeige für welchen Fall
Google für aktive Suche, Meta für geweckten Bedarf — konkret:
Tools & Quellen
Typische Fehler
Ads ohne funktionierende Anfrage-Strecke. Zu viele Leistungen gleichzeitig. Nach 3 Tagen abbrechen, weil „nichts kommt". Am laufenden Gewinner schrauben. Und keine Zahlen messen — dann weißt du nie, ob es sich lohnt.
Nutz ihn — aber miss ihn.
Häufige Fragen
Wie viel Budget brauche ich?
Zum Testen reicht ein kleines Tagesbudget. Wichtiger als die Höhe ist, die Kosten pro Anfrage zu kennen, bevor du erhöhst.
Lohnt sich das ohne gute Website?
Nein. Erst muss die Anfrage sauber landen und schnell beantwortet werden — sonst verbrennst du Budget (siehe Speed & Website).
Was sind Google Lokale Dienstleistungen?
Ein Google-Anzeigenformat, bei dem du pro Anfrage statt pro Klick zahlst und ein „Von Google verifiziert“-Abzeichen bekommst (nach Prüfung von Gewerbe, Versicherung, Lizenz und Hintergrund). In DE nur für bestimmte Gewerke/Regionen — aktuellen Stand bei Google prüfen.
Leads über Portale
Methode aus echten Salesclub-Projekten (Elektro/Wärmepumpe, SHK, Kälte/Klima, Sicherheitstechnik).