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Die 10 Regeln · Regel 7 von 10

Wunschkunde schlägt „alle".

Wer es allen recht machen will, macht es am Ende keinem recht.

Kurz gesagt: Such dir deinen Wunschkunden aus — du darfst das. Je enger die Gruppe, desto genauer triffst du ihre Sprache, ihre Sorgen und ihre Werbung.

Ein Zettel für alle trifft keinen.

Eine Anzeige, die „jeden" anspricht, klingt für jeden lauwarm. Eine, die „Altbau-Besitzer im Kreis X, die sanieren" anspricht, trifft genau die — und die anderen überliest du sowieso.

Wer alle ansprechen will, spricht keinen an

Eine Anzeige, die „jeden" meint, klingt für jeden lauwarm. Eine, die genau einen Typ Kunde anspricht, trifft den ins Herz — und die anderen überliest du sowieso. Das ist der ganze Trick: Du darfst dir aussuchen, für wen du da bist. Und je enger du das tust, desto genauer kannst du in seiner Sprache reden, seine Sorgen benennen und dort werben, wo er ist.

„Wunschkunde" heißt nicht „reicher Kunde". Es heißt: der, der zu dir passt, gut zahlt, dich machen lässt und dich weiterempfiehlt. Den willst du anziehen — und die nervigen, die nur den Preis sehen, gleich mit aussortieren.

Fünf Wunschkunden-Profile

So sieht „eng statt alle" in echt aus:

1 · SHK
Alle: „Privatkunden und Gewerbe."
Wunschkunde: „Eigentümer eines Altbaus, 50+, im Kreis [X], der energetisch sanieren will."
→ Für den kannst du jede Anzeige punktgenau schreiben. Für „alle" nie.
2 · Elektriker
Alle: „Jeder, der Strom braucht."
Wunschkunde: „Eigenheimbesitzer, der auf PV + Speicher umsteigen will und Wert auf saubere Beratung legt."
→ Klare Sprache, klares Angebot — und höhere Auftragswerte.
3 · Maler
Alle: „Privat und Gewerbe."
Wunschkunde: „Hausverwaltungen mit festem Objektbestand — planbare, wiederkehrende Aufträge."
→ Ein Wunschkunde, der nicht einmal, sondern jedes Jahr bucht.
4 · Dachdecker
Alle: „Alle mit einem Dach."
Wunschkunde: „Gewerbe- und Hallenbesitzer mit Flachdach in [Region]."
→ Größere Flächen, sachliche Entscheider, planbare Budgets.
5 · Tischler
Alle: „Wer Möbel braucht."
Wunschkunde: „Bauherren im gehobenen Privatbau & Architekten für maßgefertigten Innenausbau."
→ Kunden, die Qualität wollen und nicht zuerst auf den Cent schauen.
Mythos

„Je mehr Kundentypen ich anspreche, desto mehr Aufträge."

Falsch herum. Wer alle anspricht, klingt austauschbar und zieht vor allem Preis-Jäger an. Breite Ansprache bringt mehr Anfragen von den Falschen — und kostet dich die Richtigen.

So ist es wirklich

Eng triffst du genauer — und ziehst die Richtigen an.

Wenn der Wunschkunde liest „genau für Leute wie mich", fühlt er sich verstanden und meldet sich. Das ist mehr wert als zehn laue Anfragen von irgendwem.

Tools, mit denen du den Wunschkunden erreichst

Wunschkunden verstehen · Profil bauen
Erst das Profil (Region, Objekt, Bedarf, Sorgen, Worte), dann die Werbung. Die Anleitung dazu: Wunschkunden verstehen.
Meta Ads (Facebook/Instagram) · nach Region & Interesse
Du kannst genau die Region und Interessen deines Wunschkunden ansteuern — ideal für Eigenheim-/Sanierungs-Zielgruppen. Richtig aufgesetzt in Bezahlte Werbung & Ads.
Google Ads · die Suchbegriffe deiner Zielgruppe
Wer „Wärmepumpe Altbau [Ort]" googelt, ist dein Wunschkunde mit Kaufabsicht. Auf solche Begriffe schaltest du gezielt — siehe Ads.
CRM / Brevo · Wunschkunden pflegen
Hast du die Richtigen, halt sie warm: Newsletter, Wiedervorlage, Nachfass. Aufbau in Automatisierung & CRM.

Anleitung: So legst du deinen Wunschkunden fest

Schau auf deine besten 5 Kunden

Mit wem hat die Zusammenarbeit am meisten Spaß gemacht und am besten gezahlt? Was haben die gemeinsam?

Schreib das gemeinsame Profil auf

Region, Objekt (Altbau/Neubau/Gewerbe), Bedarf, größte Sorge, in welchen Worten er spricht.

Richte Werbung und Sprache darauf aus

Jede Anzeige, jeder Website-Text spricht diesen einen Typ an — seine Worte, seine Sorgen. Mehr in Wunschkunden verstehen.

Trau dich, Nein zu sagen

Anfragen, die nicht passen, freundlich weiterreichen. Das hält dir den Kopf frei für die Richtigen.

Heute noch umsetzbar

Schreib in einem Satz auf: „Wir sind für ____ da." Werd dabei so konkret, dass sich ein bestimmter Mensch angesprochen fühlt — und ein anderer merkt, dass er nicht gemeint ist. Genau das ist richtig.

Typische Fehler

Aus Angst „alle" ansprechen — und damit keinen. Den Wunschkunden nur im Kopf haben — schreib ihn auf, sonst wird die Werbung wieder beliebig. Falsche Kunden trotzdem annehmen — sie kosten Zeit, Nerven und am Ende die Richtigen. Und: Zielgruppe nach Wunschdenken statt nach echten Bestkunden — schau, wer dich heute schon glücklich macht.

Hängt zusammen mit: Wunschkunden verstehen · Großes Problem (Regel 8) · Bezahlte Werbung — erst wissen, für wen, dann sein größtes Problem ansprechen, dann gezielt werben.
Deine Aufgabe: Wie sieht dein Wunschkunde genau aus — Region, Objekt, Bedarf?
Wer alle will,
kriegt keinen.
— Regel 7 von 10

Häufige Fragen

Wird mein Markt nicht zu klein?

Meist nicht. Eng und tief schlägt breit und flach — du verkaufst mehr an die Richtigen statt wenig an irgendwen.

Darf ich wirklich Kunden ablehnen?

Ja. Die falschen Kunden kosten dich Zeit, Nerven und am Ende die richtigen. Freundlich weiterreichen ist völlig in Ordnung.

Wie finde ich meinen Wunschkunden?

Schau auf deine besten fünf Kunden der letzten Jahre — die, mit denen alles leicht lief und die gut zahlten. Was sie gemeinsam haben, ist dein Profil.

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